Vor den Toren Hamburgs, südlich der Elbe (für Hamburger also fast schon Bayern) tummelt sich eine artenreiche Fauna. Neben dem Freilichtmuseum Kiekeberg, wo es Kühe, Schweine, Hühner und Ziegen gibt (und wo es im Spätherbst traditionell zum Grünkohlessen einlädt), bietet gleich nebenan der Wildpark Schwarze Berge auch exotischere Tiere. Wölfe gibt es und Braunbären, Wäschbären, Elche, Hirsche, diverse Eulen und Kauze, Luchse, Hängebauchschweine. Dazu zahlreiche Familien mit mehr oder weniger liebenswerten Kindern, die zu Sozialstudien animieren.
Tierverrückte wie ich kommen voll auf ihre Kosten, Rehe und Ziegen füttern ist immer wieder wunderbar, Waschbären füttern ist auch super, bis man das Schild “Füttern verboten” entdeckt. Nun gut. Mit Kauzen einen “Wer-blinzelt-zuerst”-Contest auszutragen ist eine frustrierende Erfahrung, selbst der Kater würde hier verlieren.
Dennoch, wunderschöne Tiere, deren Flauschigkeit man nur erahnen kann, gibt es zu bestaunen. Und auch einige garantiert unflauschige, wie besagte Hängebauchschweine, die staubsaugerartig die Wege von verlorenen Wildfutterkügelchen reinigen.
Ich komme bestimmt wieder, dann wieder mit Bahn und Bus, denn mit dem Roller fühlt sich der Weg tatsächlich an, als würde man bis Bayern fahren.











